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Rund 300 Angebote von 42 Gemeinden: Advents- und Weihnachtsvorbereitungen im Dekanat Ingelheim-Oppenheim laufen auf Hochtouren

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Ob nun als „Ökumenische Einstimmung auf den Heiligen Abend", als „Krippenfeier" unter freiem Himmel, „Quartiersgottesdienste", „Christvesper", „Christ-Light-Nacht" oder „Gottesdienst im Garten" – mehr als 140 Gottesdienste und Andachten haben die 42 Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim für Heiligabend und die ersten beiden Weihnachtstage für die Gläubigen geplant. Und für die Adventszeit haben sie noch einmal so viele Angebote ausgearbeitet, wie z. B. Adventsandachts-Reihen in vielen Gemeinden. 

In Dolgesheim gibt es unter dem Motto „Mer gehe mol gugge" für Interessierte eine kleine Route entlang der geschmückten Adventsfenster im Ort. Adventsliedersingen wird im Kirchhof des Gemeindezentrums der Ingelheimer Versöhnungskirche geboten und in Oppenheim gibt es die Aktion „Glockenläuten & Hoffnungslicht". 

Wer sich eine Übersicht – nach Gemeinden geordnet – über die Veranstaltungen verschaffen möchte, der findet sie auf der Website des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim www.evangelisches-dekanat-ingelheim-oppenheim.de

Außerdem gibt es hier unter dem Button mit der Aufschrift „Weihnachten" neben der ganzen Vielfalt der Gemeindeangebote auch zahlreiche Anregungen in Form von Verlinkungen und Downloads, damit auch der Advent und das Weihnachtsfest 2020 zu einer besonders inspirierenden Zeit werden.

Weihnachten im Freien – ob nun am Rhein, auf der Freiluftbühne oder auf öffentlichen Plätzen

Und auch wenn hinter manchen Planungen aufgrund der sich möglicherweise zuspitzenden Pandemie ein Fragezeichen stehen muss, so ist es für viele Gemeinden schon klar: viele Weihnachtsgottesdienste und -andachten werden im Freien stattfinden. Vielerorts plant man – weil die oftmals kleinen Kirchengebäude den Hygienevorschriften nicht gerecht werden – Gottesdienste unter freiem Himmel. Da will man sich z. B. wie in Frei-Weinheim die Gustav-Adolf-Kirchengemeinde auf der Rheinmole treffen und eine Rheinweihnacht feiern, in Bingen wird der große Bürgermeister-Neff-Platz u. a. für die Feier der Christmette genutzt, in Nieder-Saulheim versammelt man sich auf dem Kerbeplatz, in Harxheim im Hof einer Gutsschänke oder in Ingelheim die Burgkirchengemeinde auf der Freilichtbühne. 

Oder aber man macht es wie die evangelischen Kirchengemeinden von Nieder-Olm oder Gau-Algesheim und feiert viele kleine „Quartiersgottesdienste" im ganzen Ort. Weil es aber sein kann, dass die Gemeinden angesichts weiterhin steigender Corona-Zahlen kurzfristig gezwungen sind um zu planen, sollte die- bzw. derjenige, die bzw. der konkret interessiert ist an einer der vielen Veranstaltungen, sich deshalb direkt an die betreffende Kirchengemeinde wenden. 

Auch hier sind die Kontaktdaten auf der Website des Evangelischen Dekanates Ingelheim-Oppenheim unter „Gemeinden von A bis Z" zu finden.  

Eine Stärkung der Ökumene – gemeinsam organisieren und feiern 

Schön ist es auch zu sehen, dass angesichts der besonderen Bedingungen die Ökumene wächst. Denn an vielen Orten wie in Bingen, Bodenheim-Nackenheim, Dolgesheim, Guntersblum, Essenheim oder Nierstein haben sich die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden zusammengetan und bieten ökumenische Weihnachtsgottesdienste, Krippenfeiern, Heilig-Abend-Vespern, „Einstimmungen auf den Heiligen Abend" oder Adventsandachten an. Auch der bereits im Frühjahr 2020 eingeschlagene Weg, nach digitalen Alternativen zu suchen, um die Gemeindemitglieder zu erreichen, wird fortgesetzt. Ob in Bingen, Dienheim, Ingelheim, Horrweiler/Aspisheim oder Nieder-Saulheim werden die Krippenspiele auf Video festgehalten, um sie digital z. B. über YouTube möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen oder sie aber an Weihnachten im Freien abzuspielen. 

Ähnliches gilt für die Online-Gottesdienste und -Andachten, die in vielen Gemeinden wie Dexheim, Partenheim und Vendersheim, Bingen, Dienheim und Bubenheim/Engelstadt seit Monaten konsequent weitergeführt werden. 

Dazu gibt es z. B. in Dienheim sogar die Möglichkeit, die Andacht zusätzlich per Telefon abzufragen.

Andachten bei Kerzenschein, Spaziergänge, Sternenscharen, Kirchen-Illumination

Und was passiert in der Adventszeit? Dieser stillen Zeit, die in diesem Jahr vielleicht für Viele viel zu still werden wird? Auch hier bieten die Kirchengemeinden eine große Vielfalt an weihnachtlichen Einstimmungsmöglichkeiten. 

Die Ingelheimer Versöhnungskirchengemeinde organisiert zwischen dem 30.11. und dem 23.12. Adventsandachten „15 Minuten Stille im Advent" – montags bis freitags jeweils um 19:00 Uhr bei Kerzenschein in der Versöhnungskirche an. Zwischen dem 20. und 31. Dezember ist die im Umbau befindliche Binger Johanneskirche unter dem Motto „Baustelle Leben – und Gott mittendrin" geöffnet. Weihnachtsinstallationen laden die BesucherInnen ein, der Weihnachtsbotschaft Raum zu geben. 

Die Nieder-Olmer Kirchengemeinde bietet ein „Singen im Advent" – jeden Mittwochabend um 18:30 Uhr vor der Nieder-Olmer Kirche. 

Die Niersteiner veranstalten eine ökumenische „Atempause im Advent" – mittwochs von 19:30 bis 20:00 Uhr in den Niersteiner Kirchen. 

Um das Näherrücken des Heiligen Abends auch nach außen deutlich sichtbar zu machen, sollen an der Uelversheimer Kirche unter dem Motto „Adventsstern – Sternenschar" große und kleine, helle und dunkle, bunte, glitzernde und leuchtende Sterne aufgehängt werden. 

Und eine weit sichtbare Weihnachtseinstimmung wird die Oppenheimer Katharinenkirche im wahrsten Sinne des Wortes ausstrahlen: Wie ein Adventskalender wird die prachtvolle Kirche von Sonntag zu Sonntag mehr in einem kraftvollen Lila erstrahlen. An Weihnachten wird es Weiß und Gold sein. Und weil Weihnachten nicht am 27. Dezember endet, soll die Festbeleuchtung, die von den Lichtkünstlern um Kjell Raaz und seiner Firma Full House Eventtechnik inszeniert wird, bis zum 6. Januar fortgesetzt werden.

Kreativsets zum Mitnehmen

24 Türchen - Digital-analoger Adventskalender des Jugendhauses Oppenheim bietet weihnachtliche Kreativsets zum Mitnehmen

Jeden Tag ein neues Adventskalender-Türchen öffnen - für Kinder aber natürlich auch für Jugendliche ist die Zeit bis Weihnachten eine ganz besonders aufregende. Im Oppenheimer Jugendhaus ist die Gestaltung des Kalenders fast schon eine kleine Tradition, denn er wird jährlich von den Kindern und Jugendlichen selbst entworfen. In diesem Jahr wurde er zusätzlich mit Tablets digital in Szene gesetzt. Und... es muss nicht immer Schokolade sein, da waren sich alle in der Vorbereitungsgruppe im Offenen Treff einig. Kreativ soll er sein, mit tollen Ideen zum Mitmachen und Links zu leckeren Plätzchenrezepten, Rätseln oder allerlei Basteltipps für die Adventszeit bieten.

Kreativsets zum Mitnehmen

Da aufgrund der aktuellen Corona-Regelungen nur eine reduzierte Anzahl junger Menschen das Jugendhaus besuchen kann, wird der Kalender auch digital auf der Website sowie auf den Social-Media-Känalen (Facebook, Instagram) der Einrichtung angeboten. Parallel kann am Aktionsregal im Hof des Jugendhauses fast täglich eine Basteltüte passend zum Adventskalender-Türchen mitgenommen werden. Bitte vorab auf der Website www.jugendhaus-oppenheim.de informieren. 

So nah wie möglich bei den Gläubigen – mit Weihnachtsgrüßen, Predigten und „KiGo-to-Go"

Und gibt es da in den Gemeinden auch eine mit den Händen greifbare Fürsorge für ihre Gemeindemitglieder? Ja, natürlich – nicht nur, dass viele Gemeinden an ihre Gemeindeglieder einen besonderen Weihnachtsgruß verteilen werden. 

An bzw. in den Kirchen wie die der Ingelheimer Saalkirchengemeinde werden z. B. für die Jüngsten „KiGo-to-Go"-Tüten für den kleinen Kindergottesdienst zu Hause ausgegeben.

Die Partenheimer Gemeinde hat einen „Gottesdienst in der Tüte" vorbereitet und die Dexheimer bzw. Schwabenheimer Kirchengemeinde verteilt Andachts- und Gebetstexte in der Gemeinde, damit die auf Video aufgenommenen Andachten von Pfarrer Fitting mitgebetet werden können. 

Die Nieder-Olmer Kirchengemeinde hat sogar ein eigenes Advent- und Weihnachten-Spezialheft herausgebracht, in dem kleine Adventsgottesdienste, Bastelanleitungen und Gebete als geistliche Begleitung für die kommenden Wochen enthalten sind. Und damit sind nur einige der vielfältigen Ideen aufgelistet, die die Gemeinden umgesetzt haben. Wie man sieht, war und ist der Einsatz der Haupt- und Ehrenamtlichen im Evangelischen Dekanat Ingelheim-Oppenheim groß – auch wenn viele Planungen von der Unwägbarkeit des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie überschattet werden. 

Was bleibt, ist die tröstliche Zuversicht: Weihnachten findet statt.

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